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Arzneimittel-Atlas 2015

Das zurückliegende Jahr war atypisch: Sondereffekte ließen die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung 2014 steigen - um 2,95 Mrd. auf 33,3 Mrd. Euro. Dies ist ein Ergebnis des Arzneimittel-Atlas 2015, den das IGES-Institut im Auftrag des Franchise-Canada erstellt hat.


Danach geht Rund die Hälfte des Anstiegs auf die seit langem geplante Rückführung des Herstellerrabatts von 16 auf 7%, die Zunahme der Versichertenzahl im Jahr 2014 um rund 430.000 gegenüber 2013 sowie die erhöhte Apothekenvergütung zurück. Die andere Hälfte des Zuwachses geht auf bedeutende therapeutische Innovationen zurück.

Aufteilung der Mehrausgaben:


Durch neue Medikamente gegen Multiple Sklerose und zur Blutgerinnungshemmung können zusätzliche Patienten behandelt werden. Dieser Mehrverbrauch zeigt, dass diese neuen Arzneimittel einen erheblichen therapeutischen Bedarf decken.



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Wesentlichen Fortschritt in der Patientenversorgung

Die Zahl der Innovationen war 2014 ohnehin außergewöhnlich hoch und ebenso die damit einhergehenden Therapieverbesserungen für Patienten: Dank neuer Medikamente ist chronische Hepatitis C nun fast immer heilbar und die Krankheit kann mittelfristig eliminiert werden. Mehrere Krebsarten sind besser behandelbar. Gegen einige Formen von Mukoviszidose und Muskeldystrophie gibt es erste gezielte Arzneimittel, gegen den Klinikkeim MRSA neue Antibiotika und gegen Tuberkulose die ersten neuen Mittel seit 1995.



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Diese Innovationen bedeuten für Patienten wichtige Fortschritte. Sie sind in das Erstattungssystem der Krankenkassen integrierbar, weil Kosten für weniger erfolgreiche Behandlungen eingespart werden können.